Interview


MEINE NEUE

Heimat

Rolf Grummel ist neuer Geschäftsführer des Allgäuer Zeitungsverlages. Der Norddeutsche kommt von der Madsack Mediengruppe, lebte zuletzt im Raum Hannover und hat nun unser Allgäu zu seiner Wahlheimat gemacht. Wir trafen den Hunde-Liebhaber beim Umzug und wollten wissen, auf was er sich besonders freut, was er sich vornimmt und welche Dinge ihm wichtig sind. Herzlich willkommen Rolf Grummel.

Wie war Ihr erster Eindruck bei der Ankunft in Ihrer neuen Heimat? Sehr angenehm. Freundliche und hilfsbereite Nachbarn haben uns gleich aufgenommen und mit einheimischen Köstlichkeiten versorgt.

Was gefällt Ihnen hier besonders gut? Das ist zum einen die Landschaft, die ich bereits als kleiner Junge im Urlaub in Scheidegg erleben durfte. Die Vielfalt der Natur – Berge, Täler und Seen – mit all den dazugehörigen Freizeitmöglichkeiten. Zum anderen natürlich die Menschen, die ich bislang hier kennenlernen durfte. Alle sind sehr freundlich und verzeihen gerne auch einmal Nachfragen, wenn ich nicht gleich alles verstehe.

Gibt es etwas, das Sie vermissen? Bislang noch nichts. Ich ahne allerdings, dass mir die Nähe zur Nord- und Ostsee fehlen wird. Der Wind und das Meer mit den Stränden und die dazugehörige Weite.

Worauf haben Sie sich vor dem Umzug besonders gefreut? Da ich sehr gerne Käse esse, freue ich mich sehr auf die Vielzahl an Sennereien und werde mich hier sicher durcharbeiten.

Wie ist Ihr erster Eindruck von der Mediengruppe Allgäuer Zeitung? Ein sehr gutes Unternehmen mit einer guten Führung und motivierten Mitarbeitern. Das umfangreiche Portfolio enthält viele zukunftsorientierte Projekte.

Welche Aufgaben haben Sie als letztes begleitet? Neben der Neuaufstellung der Vermarktungsorganisation habe ich mich intensiv um den Aufbau einer Digitalagentur und deren Integration in die Konzernstrukturen der Madsack Mediengruppe gekümmert. Gleichzeitig begleitete ich für sämtliche Digitalthemen im Konzern den Wissenstransfer für Führungskräfte.

Können Sie diese Erfahrungen jetzt mit einbringen? Auf jeden Fall. Sowohl die Mediennutzung als auch die Kommunikations- und Marketingthemen unterliegen einem immer agiler werdenden Zyklus, der von Digitalisierungsthemen und Technologien geprägt ist. Ich denke, dass ich mich mit meinem Erfahrungsschatz und Netzwerk in vielen Themenbereichen einbringen kann.

Was nehmen Sie sich persönlich in Ihrer neuen Rolle vor? Ich möchte Bewährtes erfolgreich weiterführen, neue Ideen sowie Strategien umsetzen und Innovationen fördern. Dafür nehme ich mir einen intensiven Austausch mit den Mitarbeitern vor.

Welche Botschaft möchten Sie Ihren neuen Kolleginnen und Kollegen mit auf den Weg geben? Der Erfolg des Unternehmens hängt maßgeblich an den Menschen, die es mitgestalten. Als neuer Geschäftsführer möchte ich zuhören und inspirieren. Ich habe natürlich konkrete Vorstellungen und eine Strategie. Aber niemand kennt die Region und die Menschen – sowohl die Leser als auch Kunden – besser als sie, und das müssen wir nutzen, um gemeinsam erfolgreich zu bleiben.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit außerhalb der Arbeitswelt? Am liebsten verbringe ich meine Freizeit gemeinsam mit meiner Frau und meiner Hundedame Wilma. Da ich ein sehr aktiver und sportlicher Mensch bin, benötige ich viel Bewegung. Ich jogge gerne, gehe ins Fitnessstudio und spiele Tennis. Darüber hinaus fahre ich mit meinem Motorrad oder mit meinem Oldtimer und erkunde das Land.

Welche drei Eigenschaften würden Ihnen Ihre Familie und Freunde sofort bescheinigen? Zielstrebigkeit, Neugier und Ausdauer.

Wie sieht es mit wandern aus? Oh ja – sehr gerne. Abgesehen davon, dass unser Hund ebenfalls die Natur und Bewegung liebt. Die letzten Jahre habe ich im Weserbergland verbracht und die gesamte Region erwandert. Ich freue mich auf die neuen Touren im Allgäu, die sicher etwas bergiger werden.

Kennen Sie die Allgäuer Festwoche? Bislang leider nur aus der Ferne. Ich freue mich aber sehr, sie nächsten Sommer kennenzulernen.

Besitzen Sie bereits eine Tracht? Ja – allerdings nur eine Lederhose, die schon diverse Kampfspuren aufweist und dringend erneuert werden muss. Und natürlich die „Tracht/Uniform“ meines Schützenvereins in Hameln.

INTERVIEW Sebastian Kehr FOTOS Sebastian Kehr, Daniel Hermann

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