DREI

PORTRAITS

Portrait 1


ABENTEUERSPIELPLATZ

eines Hausmeisters

Gelernter Stahlbetonbauer, Feldwebel bei der Bundeswehr, Rettungssanitäter – und jetzt unser Hausmeister in Kempten. Seit acht Jahren ist Chris Ewert im Medienzentrum der Allgäuer Zeitung inklusive aller Außenstellen als Hausmeister zu-ständig. Bei diesem Beruf denkt der ein oder andere vielleicht an ältere Herren, die in blauem Arbeitskittel Kinder vom Hof jagen, aber Chris Ewert ist das komplette Gegenteil. Zudem liegt das Hausmeistersein in seiner Familie. Denn schon sein Schwiegervater war Jahrzehnte Hausmeister bei der AZ.

Portrait 2


AUF EINEN TEE

mit Sabine Schlögel

Während die meisten von uns noch tief und fest schlafen, beginnt für Sabine Schlögel der normale Alltag. Seit vielen Jah-ren ist sie als Zeitungszustellerin bei der Mediengruppe tätig. Bei einem gemeinsamen Frühstück redeten wir mit ihr über die Zustellung, ihre Träume und Wünsche, und bekamen sogar einen Einblick in ihr Familienleben. Die Geschichte von Sabine Schlögel beginnt im Jahr 2014. Zu dieser Zeit wachte sie immer wieder nachts auf. Rückenschmerzen plagten sie. „Ich wollte die Morgenstunden sinnvoll nutzen und etwas für mich tun“, erzählt sie uns. Eine Annonce in der Allgäuer Zeitung verhalf ihr letztendlich zum Glück. Gesucht wurde eine Vertretung für die Zeitungszustellung in Marktoberdorf. Nach einem Vorstellungsgespräch wurde sie sofort genommen und war anfangs sehr aufgeregt. „Ich konnte mir nicht vorstellen, was in der Nachtarbeit auf mich zukommen würde“, sagt sie. Ihre Einarbeitungszeit forderte zunächst sehr viel Konzentration und Geduld. Doch schon nach kurzer Zeit hatte Sabine Schlögel eine feste Routine für sich entwickelt. Heute ist die zweifache Mutter für die Zeitungszustellung in drei Gebieten zuständig.

Portrait 3


TÄGLICH GRÜßT

die Zeitung

Samstagmorgen, sechs Uhr. Arbeitsbeginn für Karl-Heinz Erhard, als Lehrling. Mit einem Leiterwagen fuhr er durch die Kemptener Innenstadt und verteilte Zeitungen an 20 Buchhandlungen und Kioske. Heute unvorstellbar. Damals selbstver-ständlich. Am ersten Tag seiner Lehre zum Verlagskaufmann war er noch im weißen Hemd mit Krawatte und Sakko er-schienen. „Aber es war dann doch eine ganz andere Welt“, beschreibt er. Erhard musste Adressen händisch drucken, Zei-tungen schleppen und das staubige Archiv sortieren. Seine Kleiderwahl hat er daraufhin angepasst, seinem Ehrgeiz für den Beruf tat das jedoch keinen Abbruch. Schließlich verbrachte er alle seine 45 Arbeitsjahre im Allgäuer Zeitungsverlag und setzte sich stets für das Wohl des Hauses ein. 1986 wurde er Vertriebsleiter und war für die Zustelllogistik, die Vertriebs-werbung und die Weiterverarbeitung zuständig. Heute drei eigene Bereiche. Seine Zeit war geprägt von vielen Verände-rungen. Große Umbrüche waren zum einen der Zusammenschluss von „Der Allgäuer“ und dem „Allgäuer Tagblatt“ 1968 sowie der Umzug in die Heisinger Straße 1998. Auch Erhard war voll dabei.

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